3 Schritte zur erfolgreichen Facebook-Unternehmensseite

11. 04. 2018
Social Media für Unternehmen

Lebst du noch oder likest du schon? Diese Frage ist mehr als berechtigt, denn für viele Menschen ist Social Media aus dem täglichen Leben einfach nicht mehr wegzudenken. Und auch Unternehmen profitieren vom Sozialen Netzwerk als Marketinginstrument. Vor allem die Plattform Facebook spielt (nicht nur) für die Österreicher eine große Rolle – sowohl geschäftlich als auch privat. Mit fast vier Millionen Nutzern, von welchen sich bis zu 50 % täglich einloggen, schafft die Plattform eine ungeheuerlich große Werbefläche – wer diese nicht nutzt, na ja … eh schon wissen.

Facebook hin oder her, es gibt (man glaubt es kaum) Unternehmer, die sich noch nie zuvor mit Social Media beschäftigt haben, geschweige denn ein eigenes Facebookprofil besitzen. Doch wie sieht überhaupt das perfekte Unternehmensprofil aus und was braucht es, um auf Facebook erfolgreich zu sein? Mit den folgenden Tipps werden auch Sie trittsicher im Facebook-Dschungel!

1. Immer schön nach Plan …

Der erste Schritt, um als Unternehmen über Facebook an potenzielle Kunden zu kommen, ist selbstverständlich NICHT die Anmeldung. Planlos drauflos zu posten kann funktionieren, in den meisten Fällen steigt die Reichweite jedoch nur langsam an und die Nutzer sind von Beiträgen ohne Pep schnell gelangweilt. Das kann dem Unternehmen mehr Schaden als Nutzen bringen, deshalb: Schreiben Sie sich einen Plan! Wann wird was gepostet und was wollen Sie bei Ihrer Zielgruppe bewirken? Geht es um mehr Interaktionen, um Linkklicks oder um Videoaufrufe? Planen Sie einige Postings bereits als fertigen Beitrag vor, damit Sie nicht 24 / 7 am Schirm hängen müssen.

Ab und zu wirkt es auf die Nutzer auch authentisch und sympathisch, wenn Sie spontan Bilder oder Videos posten (z. B. aus dem Unternehmensalltag, eine Live-Übertragung eines Firmenevents, ein Missgeschick, das Ihnen in der Arbeit passiert ist, eine Geburtstagsfeier eines Kollegen, …).

Steht der Plan, können Sie Ihr Profil anlegen. Hier ist es folglich nur wichtig, das Unternehmen richtig zu benennen, damit man es über die Suchfunktion auch finden kann. Je mehr Daten Sie bei der Anmeldung angeben, desto vertrauenswürdiger wirken Sie auf die Nutzer. Dazu gehört zum Beispiel der Unternehmensstandort oder die URL Ihrer Website. Jetzt brauchen Sie nur noch ein passendes Profilbild, an dem man Ihr Unternehmen sofort erkennt, und die entsprechende Header-Grafik dazu. Schon ist die erste Hürde geschafft – Sie sind online!

2. Her mit den schönen Posts!

Ein kleiner Tipp vorab: Gehen Sie sicher, dass Ihre Posts nicht immer gleich aufgebaut sind. Werden immer nur Bilder und Links gepostet, fühlen sich Nutzer schnell gelangweilt. Facebook bietet eine große Bandbreite an Beitragsarten: von Live-Videos, über Abstimmungen bis zu Videos können und sollen Sie alles ausprobieren.

Behalten Sie dennoch im Hinterkopf, dass Bilder und Videos nach wie vor sehr gut funktionieren – hier sind die richtigen Maße zu beachten, damit der Nutzer das Bild (in Hochformat) in bester Auflösung anschauen kann. Und bei Videos gilt: Direkt hochladen und alle Informationen angeben.

Seien Sie auffällig, seien Sie einzigartig! In der heutigen Zeit ist die Aufmerksamkeitsspanne der Nutzer extrem kurz. Das heißt, dass diese ihren Daumen nur dann ruhen lassen, wenn Sie beim Scrollen auf einen herausstechenden Beitrag stoßen, der dann auch noch genau in ihr Interessenfeld passt. Sie haben Ihre Zielgruppe bereits definiert, also sprechen Sie sie auch mit ausgewählten Themen an. Dabei ist es wichtig, dass Sie nicht zu viel Vorwissen voraussetzen, damit der Nutzer sofort versteht, um was es geht.

Sie haben nur wenige Sekunden: Verzichten Sie also auf verschnörkelte, schlecht lesbare Schriften, Bilder ohne Aussage und sagen / zeigen Sie Ihrer Zielgruppe kurz und verständlich, was es mit Ihrem Posting auf sich hat. Animieren Sie Nutzer dazu, mit ihren Beiträgen zu interagieren: Kommentare, Likes und geteilte Inhalte steigern die Reichweite Ihrer Unternehmens-Fanpage. Ihnen fällt nichts ein? Werfen Sie einen Blick auf die Konkurrenz, hier können Sie vielleicht etwas lernen! 

Check-Liste für die Perfektion von Facebook-Postings:
• Personen oder andere Unternehmen im Post und auf Bildern markieren: @Name
• bei einer Galerie zu jedem einzelnen Bild eine Beschreibung einfügen
• Emojis, Gefühle und Standortmarkierungen einbinden
• mobile Vorschau kontrollieren
• Produkte anlegen und verlinken
• auf Kommentare, geteilte Inhalte und Fragen der Nutzer sofort reagieren

3. Mitten ins Schwarze

Eine wichtige Frage, die sich Marketingmitarbeiter vieler Unternehmen stellen, ist jene, wann man am besten posten sollte. Die Antwort darauf ist schwierig, auch wenn es bereits viele Studien zum Thema gibt. Generell gilt: Jede Zielgruppe ist anders und somit auch zu anderen Zeiten im Social Web aktiv. Dennoch gibt es Zeitpunkte, an denen tendenziell mehr Nutzer online sind als sonst. Das gilt zum Beispiel für den späten Nachmittag und den Abend unter der Woche. Hat es nun aber 30 Grad bei Sonnenschein, kann man damit rechnen, dass weniger Nutzer vor dem Bildschirm sitzen – egal zu welcher Tageszeit. Das Gegenteil gilt für Feiertage und Großereignisse (Sportveranstaltungen, Konzerte, …): Da zu solchen Anlässen sehr viel gepostet wird, haben Sie es schwer, von Ihrer Zielgruppe wahrgenommen zu werden. Verlegen Sie Ihre Postings deshalb auf den Tag davor oder danach.

Am besten Sie probieren die empfohlenen Posting-Zeiten einfach einmal aus und passen diese anschließend an das Nutzerverhalten an. Um das Nutzerverhalten genau zu analysieren, öffnen Sie einfach die Facebook-Statistiken.

Sollten Sie früher oder später eine Anzeige zur Fangenerierung, zum Produktverkauf oder zur Steigerung der Markenbekanntheit schalten wollen, sollten Sie Ihre Zielgruppe möglichst eng eingrenzen. Das heißt, dass Sie den idealen Nutzer beschreiben (Alter, Wohnort, Interessen, … ), dem die Anzeige anschließend ausgespielt werden soll. Zu klein sollte die eingegrenzte Gruppe jedoch nicht sein, da sonst logischerweise nur sehr wenige Ihre Werbung sehen.

Ach ja, pushen Sie niemals einen Beitrag, der schlechte Reichweiten hat! Auch wenn es für Sie eine logische Schlussfolgerung sein mag, aber schlechte Postings werden nicht beworben – nur jene, die bereits organisch gut ranken.

Ungefähr genauso wichtig wie eine Facebook-Anzeige ist die Eigenwerbung auf Ihren anderen Plattformen. Sie bloggen? Sie besitzen eine einwandfreie Website? Sie sind auf Instagram? Zeigen Sie den Nutzern, dass Sie auch auf Facebook tolle Inhalte verbreiten (z. B. am Ende eines Blogbeitrags, als Button auf der Website).

Nun kennen Sie einige Tipps und Tricks rund um den perfekten Facebook-Auftritt für Ihr Unternehmen. Worauf warten Sie noch?

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